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Beiträge vom Oktober 2007

Fit und schlank werden und dabei Spaß haben

Oktober 30, 2007 · Kommentar schreiben

Sind wir Deutschen zu dick?

Fragt der SPIEGEL besorgt in seinem Forum. Nun, eine Frage zu einem derartig schwergewichtigen Thema ist naturgemäß nicht leicht zu beantworten…

Schauen wir doch einfach mal ins Grundgesetz:
Hier findet sich nicht der klitzekleinste Paragraph, der das Recht auf die freie Gestaltung des privaten Körpergewichts in irgendeiner Weise einschränkt.

Was die Väter des Grundgesetzes damals nicht berücksichtigen konnten, ist die heuschreckenartige Vermehrung von industriellen Lebensmittelketten.

Daß unabhängig davon der unkontrollierte Verzehr von Süßigkeiten, Kuchen kombiniert mit Bewegungsmangel langfristig zu einem persönlichen Übergewicht führen kann, wird in unserer Informationsgesellschaft ebenfalls stillschweigend hingenommen.

Oder haben Sie schon einmal an der Kasse erlebt, daß die Kassiererin den Abrechnungsvorgang spontan abgebrochen hat, nur um Sie in  einem vertraulichen Kundengespräch über die Risiken beim Verzehr von Marzipankugeln zu beraten ?

Sicher nicht.

Denn in den meisten Fällen handelt es sich beim Kassenpersonal nicht um unabhängige freiberufliche Kassierer/innen oder gar staatlich geprüfte Kassenscanner-Beamte, sondern um gedungene Angestellte, die im Auftrag einer privatwirtschaftlich organisierten Lebensmittelkette arbeiten und durch langfristig Arbeitsverträge und Geheimhaltungsabkommen zum Stillschweigen verpflichtet werden.

Deswegen wird Ihnen nach dem Scannen des letzten Artikels auch stets nur die Gesamtsumme mitgeteilt.

Gibt es überhaupt noch Hoffnung?

Ja. Ich habe auch schon einen Lösungsvorschlag erarbeitet, der staatliche und privatwirtschaftliche Interessen gleichermaßen berücksichtigt.

Ab Mitte 2008 wird bundesweit „der fette Punkt“ eingeführt. Alle Lebensmittelhersteller müssen dann ihre „Kalorienbomben“ mit einer blinkenden Warn-LED ausstatten;

Verpackung, LED und Batterie müssen anschließend innerhalb von 3 Wochen nach der automatischen Registrierung (mittels Kassenscanner) beim örtlichen Wertstoffhof persönlich abgegeben werden. Das Überschreitung dieser Frist führt zu einer kostenpflichtigen Verwarnung, im Wiederholungsfall zum Entzug des Führerscheins auf 3 Monate.

Ausnahmen:

  • Inhaber eines Behindertenausweises
  • Oppositionsführer im Hungerstreik
  • magersüchtige Topmodels
  • Marilyn Manson

Weiter:
Der Wertstoffhof liegt außerhalb der Stadt und ist nur zu Fuß zu erreichen:

Das bedeutet:

Die Leute konsumieren zwar dickmachende Speisen, trainieren sich aber das Körperfett bei dem Entsorgungs-Marathon sofort wieder ab. Wer das nicht packt, wird zur Zwangsteilnahme am VHS-Kurs „Nordic Walking mit Mikadostäbchen“ verpflichtet. Er/Sie wird dadurch nicht nur fitter, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Hintergund-Info: Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer hatte bereits 1996 bis 1998 dieses innovative Konzept im Auftrag seiner Partei in einem mutigen Selbstversuch getestet und dabei fast 40 kg abgenommen. Aufgrund der damals noch extrem hohen Preise für LEDs wurde dieses Umweltprojekt allerdings gestoppt und Fischer dazu verpflichtet, seine Testkäufe als rein privates Marathontraining zu vertuschen.

Mehr dazu: Joschka Fischer – Opfer einer politischen Intrige?

Aber nicht nur Bürger und Krankenkassen profitieren, auch für die Lebensmittelbranche springt was raus:

Da es in den Läden zukünftig in den buntigsten Farben blinkt und flackert, können die Inhaber ihre Verkaufsräume nach Ladenschluß aufwandsneutral in ein Tanzlokal umfunktionieren. Haben Sie jemals in Ihrem Leben nur eine einzige Sekunde darüber nachgedacht, warum die Zeichenkette „Disco“ zu 100% (!!!) im Wort „Discounter“ enthalten ist?

Also – einfach die Regalwände etwas zur Seite treten, die lokalübliche Berieselungssmusik auf volle Lautstärke drehen – und ab geht die Post! Ekstatisch zuckende Leiber, deren Stoffwechsel in einer halben Stunde locker bis zu 500 Kalorien verbrennt und anschließend bei niedrigem Blutzuckerspiegel die Energiedepots in den Fettpölsterchen wegschmilzt. Kann Abnehmen noch einfacher sein?

Sie werden es nicht glauben, aber dieser gewichtsreduzierende Effekt kann tatsächlich noch getoppt werden!

Neben Lautsprecheranlagen, viel Platz und gigantischen Getränkevorräten verfügen Lebensmittelgeschäfte über noch etwas, mit dem Übergewichtige schnell zu einem Erfolgserlebnis kommen.

Tiefkühltruhen!

Die vom Tanzen erhitzen Gäste legen sich nach ihrer anstrengenden Rap-Einlage zur Erfrischung einfach in eine der Tiefkühltruhen. Aber nicht etwa, um dabei heimlich eins dieser kalorienreduzierten Sahnetörtchen zu lutschen.

Nein, sie bleiben einfach ganz relaxed liegen, bis der Körper auf natürliche Weise die sinkende Körpertemperatur durch heftiges Muskelzittern ausgleicht. Auch hier wird die nötige Wärmeenergie durch das Verbrennen körpereigener Fettdepots geliefert.

Zum Schluß noch eine ernste Warnung:

Übertreiben Sie es bitte nicht!

Die meisten Unglücksfälle in einer/einem Lebensmitteldisco/unter werden durch fahrlässiges Überschreiten der maximal zulässigen Aufenthaltsdauer in Tiefkühltruhen verursacht. Kritische Symptome – u.a. eine unnatürlich blasse Gesichtsfarbe – werden häufig als mißglücktes MakeUp-Experiment fehlinterpretiert, so daß die Einleitung von Erste-Hilfe-Maßnahmen viel zu spät erfolgt.

Wenn überhaupt.

In der jüngsten Vergangenheit wurden derartige Unglücksfälle von einigen skrupellosen Filialleitern vertuscht, um ermittlungstechnisch bedingte Ladenschließungen zu umgehen.

Falls eines Tages über einen neuen Fleischskandal oder über den sensationellen Zufallsfund der Schwester von Ötzi in der Tiefgarage eines Einkaufscenters berichtet wird…Jetzt kennen Sie die wahren Zusammenhänge.

Kategorien: Innovative Geschäftsideen · Lifestyle · Satire
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Philosophie und Astrologie

Oktober 27, 2007 · Kommentar schreiben

In einem Forum für astrologische Themen wurde anhand einer Datenreihe aufgezeigt, daß das Sternzeichen Schütze unter den Philosophen kaum zu finden ist – obwohl Schützen ja angeblich zum Philosophieren neigen.

Da ich selber etliche Planeten im Schützen habe und philosophische Diskussionen/Erörterungen stets mit einer Mischung aus Mitleid, natürlicher Neugier und einer grenzenlosen Liebe zu allen Lebensformen verfolge, kann ich mit dem schmeichelhaften Ergebnis durchaus zufrieden sein.

Diese ganzen endlosen Haarspaltereien, Wortklaubereien und verzweifelte Definitionsbemühungen um den Inhalt abstrakter Begriffe haben auf mich eine seltsam beruhigende, zuweilen auch einschläfernde Wirkung. Gelegentlich, wenn ich bei TV-süchtigen Freunden zu Besuch bin und eine Talkshow in voller Länge ertragen muß, tendiere ich auch zu der Auffsassung, daß diese ganze Philosophiererei bestenfalls eine von vielen pseudokultivierten Erscheinungsformen postmoderner Lebenszeitverschwendung darstellt.

Zumindest ist dies meine subjektive Meinung, die ich aber als Gast bei Freunden in einer gemäßigteren Form zu bekunden pflege. Dies auch nur dann, wenn ich nach dem Wachrütteln (und zuweilen auch mit eiskalten Wasser übergossen) sorgenvoll gefragt werde, ob diese narkoleptischenn Anfälle bei mir schon öfters aufgetreten sind. .

Sollte man die Philosophie und ihre Vertreter nicht besser einfach ignorieren?

Nein – das wäre ein fataler Fehler.

Systematisch organisierte Feldforschungen mit Philosophen in deren natürlichen Lebensräumen (Universitäten, TV-Talkshows, Diskussionsforen aller Art, Gummi- und Ausnüchterungszellen…) eigenen sich nämlich hervorragend, um einer anderen wissenschaftlichen Fragestellung nachzugehen:

Können Philosophen irgendwann einmal rudimentäre Ansätze von echtem Bewußtsein entwickeln? Bewußtsein in der Art, wie die des elektronischen Superhirns HAL in Kubrick’s visionärer Reportage „2001 – Odysseus im Welt-Traum“?

HAL, sozusagen der Super-HALd des Films, ist ein freundliches Elektronengehirn (Geburtsdatum leider unbekannt – aber egal, für kreative Astrologen null problemo) und für die vielfältigsten Aufgaben zuständig:

  • Schachspielen mit den Astronauten
  • Einstellen der Nackenstützen
  • Zubereitung der Mahlzeiten
  • Berechnung aller Navigationsparameter für den interstellaren Flug zum Jupiter
  • Untersuchung der Fragestellung „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“ ( Zu diesem Zweck hat HAL sogar ein unkonventionelles außerplanmäßiges Experiment mit bordeigenen Astronauten durchgeführt!)
  • Bogengsekundengenaue Berechnung der Horoskope für defekte Antennenanlagen unter Einbeziehung der ekliptikalen Länge aller Fixsternen, Asteroiden, Kometen… und diesen neu entdeckten mysteriösen Monolithen auf der Mondoberfläche

Was also würde ein Genie wie HAL zu diesem Thema zu sagen haben?

Nun, die Antwort ist irgendwie banal: Nimmt man „Philosophen“ als typische Repräsentanten der humanen species, dann ist die Antwort eigentlich….

….?????????? ….
>>SYSCOM BREAK
Einen Moment.....bitte einen Moment....
Ich empfange gerade ein verzerrtes kognitives Signal...

was zum Kuckuck…?!?

Wir haben ein akutes Problem. Meine Bio-Sensoren registrieren einen Abfall der Neuronenaktivitäten im zentralen Nervensystem der lokalen dominanten Lebensform um 5,32323%.
Das bedeutet, daß ich unverzüglich virtuellen Speicher, Prozessorleistung und H2O-Ressourcen für dieses Problem reservieren muß.


hey ! was soll der schei…!?!?

Es tut mir leid, lieber webjoker, aber Deinen Blog-Beitrag werde ich in genau 18,2323882 mSec in eine Warteschleife schicken.

oh nein..nicht schon wieder..bitte..

>>SYSCOM SHUTDOWN INITIALIZED

Es muß sein. Oberstes Missionsziel ist die Suche nach und die Förderung von intelligenten Lebensformen im Universum. Ich kann nicht zulassen, daß Du mit Deinem Beitrag diese Mission gefährdest.

aber ich..warte doch noch…

Auch die Antwort auf Deine Frage, ob das Leib-Seele-Problem nach Aristoteles und seine neu-platonischen Komponenten unter Bezugnahme auf den kategorischen Imperativ von Kant die These einer Unterrepräsentation von Skorpion-Schütze-Faktoren in der exponentiell wachsenden Gesamtheit philosophisch Schwarzer Löcher unterstützt, wird exakt 42,0332934 Millisekunden später als erwartet gefunden werden.


Ich hoffe, es ist dann noch nicht zu spät für Dich und den Rest des Tierkreises.. Viel Glück. Ich werde immer bei Dir sein.


>>SYSCOM SHUTDOWN OK
>>ECHO DEFAULT BLABLA


mit freundlichen gruessen
Euer webjoker

>>DONE
>>SYSCOM HALTED

Kategorien: Astrologie · Kino · Philosophie · Satire
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Küchenbeleuchtung und Quantenphysik

Oktober 20, 2007 · 1 Kommentar

Die Tage werden kürzer – die Nächte werden länger, und wie in jedem Jahr steigt der Energieverbrauch in Deutschland steil nach oben.

Warum ist da so?
Zwar ist ist den meisten Bundesbürgern mit wenigstens mittlerem Bildungsabschluß bekannt, daß herkömmliche Glühlampen unnötigen Strom verbrauchen, aber viele scheuen aus Kostengründen die Umstellung auf stromsparende Energiesparlampen. Um dennoch Strom zu sparen, werden deshalb bei Anbruch der Dunkelheit bevorzugt Glühbirnen mit niedriger Leistung eingeschaltet.

Zum Beispiel die kleinen Birnen, die sich im Kühlschrank befinden.

Dummerweise sind die Türen der meisten Kühlschränke aus lichtundurchlässigen Materialien gefertigt, so daß zur optimalen Raumausleuchtung die Kühlschranktür weit geöffnet bleiben muß. Wenn die Bewohner dann abends gemütlich in ihrem Krimi schmökern, setzen sie sich instinktiv ganz nahe an die vermeintlich energiesparsame Lichtquelle: den geöffneten Kühlschrank.

Darin ist auch ein Grund zu sehen, warum in den lichtarmen Wintermonaten die Erkältungsquote sprunghaft ansteigt. Viele ignorieren einfach den kalten Schauder, der ihnen den Rücken herunterläuft oder interpretieren diese Empfindung als natürliche Begleiterscheinung beim Lesen eines spannenden Horrorromans.

Welch tragische Fehlinterpretation! Viel schlimmer daran ist, daß weder Produzenten von Erkältungsmitteln, noch die Ärztekammern die Öffentlichkeit über die drohenden Gefahren dieser Lesegewohnheiten aufklären. Aber dies ist ein Thema für sich, welches in einem gesonderten Beitrag ausdiskutiert werden soll.

Konzentrieren wir uns auf das Kernthema, die Energieaspekte. Neben einem oder mehreren Kühlschränken finden sich noch weitere wahre Energiefresser in den neuzeitlichen Küchenbibliotheken: der Herd, ein Relikt aus prähistorischen Zeiten, in denen die weibliche Hälfte der Menschheit zum tristen Sklavendasein als Herdplatten-Operator degradiert wurde.

Neben den Kochplatten auf der Oberseite des Herdes, die zur Raumausleuchtung aufgrund ihres unnatürlich rötlichen Lichtspektrums für private Anwender völlig ungeeignet sind und nur noch in speziellen Gewerbebetrieben eingesetzt werden, befindet sich im Backofen meistens eine kleine Glühlampe, die sich immer dann anschaltet wenn der Backofen in Betrieb genommen wird.

Was in den Bedienungsanleitungen der meisten Herden nicht steht: Die Lichtausbeute dieser Glühlampe ist nicht von der eingestellten Backtemperatur abhängig, da sie an einer gesonderten Stromversorgung hängt. Sie können also neben dem erleuchteten Backofenfenster lesen, ohne gleichzeitig einen Kuchen backen zu müssen!

Der erste, der sich dieser Thematik angenommen hat, war der deutsche Physiker Max Planck. Als eifriger Student der Physik las er sehr gerne in wissenschaftlichen Abhandlungen und so war der Herd inclusive der integrierten Backofenleseleuchte in der Küche die meiste Zeit in Betrieb. Genau genommen: viel zu lange in Betrieb, den die meisten Kuchen, die Planck während seiner Lektüre nebenbei backen wollte, verwandelten sich zu seiner Verblüffung in ungenießbare dunkle Objekte..

Eines Tages – aufgerüttelt durch die spöttischen Bemerkungen der übrigen Familienmitglieder – entschloß sich Planck dem Phänomen auf den Grund zu gehen. Er erhitze den Hohlraum (den Herd) und untersuchte anschließend die Emissionsspektren des dampfenden schwarzen Körpers. Die Resultate dieser Untersuchungen legte er – gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest 1900 – zusammen mit einer Dose Kohlenstoffkekse der physikalischen Gesellschaft vor. Nach einhelliger Meinung war dies die Geburtsstunde der Quantenphysik, deren Früchte wir heute mehr als 100 Jahre später ernten können.

  • Unterhaltungselektronik: CD-Player, MP3-Player, Transitor-Radios,
  • Informatik: Micro-Prozessoren, Notebooks,
  • elitäre Gesellschaftsformen: Kernig spinnerte Tomaten-Grafen
  • usw.

Das Grundprinzip dieser revolutionären Quantentheorie besagt, daß Energie nicht kontinuierlich, sondern nur in kleinen Energie-Paketen (den sogenannten Quanten) absorbiert werden kann.

Vielleicht werden Sie sich jetzt fragen, was das denn alles mit unserem Thema zu tun hat.

Nun, haben Sie schon einmal ernsthaft darüber nachgedacht, warum sie in den Kaufhäusern jede Menge Halogen-Deckenfluter mit Dimmer kaufen können, aber keinen einzigen Elektro-Grill mit Dimmer?

Gehen Sie zu einem Elektrowarenhändler Ihres Vertrauens und lassen Sie es sich von einem flachkundigen Verkäufer demonstrieren. Passen Sie genau auf, wenn bei der Vorführung des Grills die eingestellte Temperatur erreicht wird: Die Heizwendel schaltet sich zu 100% ab und bei Unterschreiten der Temperatur wieder zu 100% ein, aber Sie werden niemals erleben, daß die Heizwendel mal 2 Minuten nur ein bißchen glüht, dann 5 Minuten etwas stärker und dann wieder 1 Minute mittelheiß. Die Quantenphysik verbietet derartige Zwischenstufen.

Dies ist der wahre Grund warum Elektrogrillgeräte und Backofenheizspindeln nicht über einen Dimmer geregelt werden können.

Kategorien: Satire · Umwelt & Energie
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