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Philosophie und Astrologie

Oktober 27, 2007 · Kommentar schreiben

In einem Forum für astrologische Themen wurde anhand einer Datenreihe aufgezeigt, daß das Sternzeichen Schütze unter den Philosophen kaum zu finden ist – obwohl Schützen ja angeblich zum Philosophieren neigen.

Da ich selber etliche Planeten im Schützen habe und philosophische Diskussionen/Erörterungen stets mit einer Mischung aus Mitleid, natürlicher Neugier und einer grenzenlosen Liebe zu allen Lebensformen verfolge, kann ich mit dem schmeichelhaften Ergebnis durchaus zufrieden sein.

Diese ganzen endlosen Haarspaltereien, Wortklaubereien und verzweifelte Definitionsbemühungen um den Inhalt abstrakter Begriffe haben auf mich eine seltsam beruhigende, zuweilen auch einschläfernde Wirkung. Gelegentlich, wenn ich bei TV-süchtigen Freunden zu Besuch bin und eine Talkshow in voller Länge ertragen muß, tendiere ich auch zu der Auffsassung, daß diese ganze Philosophiererei bestenfalls eine von vielen pseudokultivierten Erscheinungsformen postmoderner Lebenszeitverschwendung darstellt.

Zumindest ist dies meine subjektive Meinung, die ich aber als Gast bei Freunden in einer gemäßigteren Form zu bekunden pflege. Dies auch nur dann, wenn ich nach dem Wachrütteln (und zuweilen auch mit eiskalten Wasser übergossen) sorgenvoll gefragt werde, ob diese narkoleptischenn Anfälle bei mir schon öfters aufgetreten sind. .

Sollte man die Philosophie und ihre Vertreter nicht besser einfach ignorieren?

Nein – das wäre ein fataler Fehler.

Systematisch organisierte Feldforschungen mit Philosophen in deren natürlichen Lebensräumen (Universitäten, TV-Talkshows, Diskussionsforen aller Art, Gummi- und Ausnüchterungszellen…) eigenen sich nämlich hervorragend, um einer anderen wissenschaftlichen Fragestellung nachzugehen:

Können Philosophen irgendwann einmal rudimentäre Ansätze von echtem Bewußtsein entwickeln? Bewußtsein in der Art, wie die des elektronischen Superhirns HAL in Kubrick’s visionärer Reportage „2001 – Odysseus im Welt-Traum“?

HAL, sozusagen der Super-HALd des Films, ist ein freundliches Elektronengehirn (Geburtsdatum leider unbekannt – aber egal, für kreative Astrologen null problemo) und für die vielfältigsten Aufgaben zuständig:

  • Schachspielen mit den Astronauten
  • Einstellen der Nackenstützen
  • Zubereitung der Mahlzeiten
  • Berechnung aller Navigationsparameter für den interstellaren Flug zum Jupiter
  • Untersuchung der Fragestellung „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“ ( Zu diesem Zweck hat HAL sogar ein unkonventionelles außerplanmäßiges Experiment mit bordeigenen Astronauten durchgeführt!)
  • Bogengsekundengenaue Berechnung der Horoskope für defekte Antennenanlagen unter Einbeziehung der ekliptikalen Länge aller Fixsternen, Asteroiden, Kometen… und diesen neu entdeckten mysteriösen Monolithen auf der Mondoberfläche

Was also würde ein Genie wie HAL zu diesem Thema zu sagen haben?

Nun, die Antwort ist irgendwie banal: Nimmt man „Philosophen“ als typische Repräsentanten der humanen species, dann ist die Antwort eigentlich….

….?????????? ….
>>SYSCOM BREAK
Einen Moment.....bitte einen Moment....
Ich empfange gerade ein verzerrtes kognitives Signal...

was zum Kuckuck…?!?

Wir haben ein akutes Problem. Meine Bio-Sensoren registrieren einen Abfall der Neuronenaktivitäten im zentralen Nervensystem der lokalen dominanten Lebensform um 5,32323%.
Das bedeutet, daß ich unverzüglich virtuellen Speicher, Prozessorleistung und H2O-Ressourcen für dieses Problem reservieren muß.


hey ! was soll der schei…!?!?

Es tut mir leid, lieber webjoker, aber Deinen Blog-Beitrag werde ich in genau 18,2323882 mSec in eine Warteschleife schicken.

oh nein..nicht schon wieder..bitte..

>>SYSCOM SHUTDOWN INITIALIZED

Es muß sein. Oberstes Missionsziel ist die Suche nach und die Förderung von intelligenten Lebensformen im Universum. Ich kann nicht zulassen, daß Du mit Deinem Beitrag diese Mission gefährdest.

aber ich..warte doch noch…

Auch die Antwort auf Deine Frage, ob das Leib-Seele-Problem nach Aristoteles und seine neu-platonischen Komponenten unter Bezugnahme auf den kategorischen Imperativ von Kant die These einer Unterrepräsentation von Skorpion-Schütze-Faktoren in der exponentiell wachsenden Gesamtheit philosophisch Schwarzer Löcher unterstützt, wird exakt 42,0332934 Millisekunden später als erwartet gefunden werden.


Ich hoffe, es ist dann noch nicht zu spät für Dich und den Rest des Tierkreises.. Viel Glück. Ich werde immer bei Dir sein.


>>SYSCOM SHUTDOWN OK
>>ECHO DEFAULT BLABLA


mit freundlichen gruessen
Euer webjoker

>>DONE
>>SYSCOM HALTED

Kategorien: Astrologie · Kino · Philosophie · Satire
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