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Beiträge vom März 2008

Der Barnum-Effekt: ein alternativer Erklärungsansatz

März 25, 2008 · Kommentar schreiben

Mehr als 100 Jahre  nachdem Albert Einstein seine 4 bahnbrechenden Arbeiten bei den Annalen (an alle Freudianer: es schreibt sich wirklich so) der Physik eingereicht hat, gibt es endlich auch eine wissenschaftliche Abhandlung über Zeitungshoroskope:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,455191,00.html

550 Seiten umfasst das Werk. Wobei allerdings offen ist, wieviele Seiten davon auf Horoskop-Zitate entfallen. Aber ist es nicht erstaunlich, daß sich jemand die Mühe macht, in einem Zeitraum von 2 Jahren 3000 Zeitungshoroskope zu studieren – nur um abschließend Erkenntnisse im Stile von

„…Die Texte sind so konstruiert, daß sie sowohl für die breite Masse als auch für jeden Einzelnen gelten….“

zu präsentieren?

Immerhin war das dem SPIEGEL einen Artikel wert. Oder handelt es sich hier um einen tragischen Irrtum?

Möglicherweise war der zuständige SPIEGEL-Redakteur nach der verordneten Pflichtlektüre eines Zeitungshoroskopes ein wenig desorientiert und hat einfach nur den falschen Artikel online gestellt.

Das läßt sich korrigieren.

Exklusiv auf webjoker - lesen Sie hier den bislang unveröffentlichten Original-Artikel:

Akademisches Opium fürs Volk

Sie sind 550 Seiten lang, überflüssig und dauern 2 Jahre. Dennoch werden akademische Studien über den Unsinn von Zeitungshoroskopen immer wieder gerne publiziert. Ein Team von kritischen Astrologen ist nun der Frage nachgegangen, ob und in welchem Ausmaße der Barnum-Effekt von Zeitungshoroskopen auf Universitäten und SPIEGEL-ONLINE-Redaktionen übergesprungen ist.

Apropos Barnum-Effekt:
Der gehört bekanntlich dazu, um ein qualitativ hochwertiges Zeitungshoroskop zu produzieren. Die herkömmliche Definition des Barnum-Effekts bezieht sich auf den Zirkusgründer P.T.Barnum, der mit seinem gut sortierten Kuriositätenkabinett für jeden Publikumsgeschmack was Passendes im Angebot hatte.

Ich bevorzuge da mittlerweile eine andere Theorie. Nach kurzem Recherchieren im Internet fand ich eine website ( http://martong.net/drinks_t.html ), die den Barnum-Effekt im Kontext journalistischer Tätigkeiten auf eine viel elegantere und auch für Laien nachprüfbare Weise erklärt:

Barnum
Gin, Apricot Brandy oder Likör, Angostura, Zitronensaft

Mehr zum Thema Journalisten & Alkohol:
http://mmm.verdi.de/archiv/2006/09/journalismus/unzufrieden_im_traumberuf

P.S.: webjoker-Leser wissen mehr!

Kategorien: Astrologie · SPIEGEL · Satire · Wissenschaft
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