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Gibt es Alternativen zum PKW?

November 24, 2007 · Kommentar schreiben

Hallo zusammen!

In einem anderen Blog hatte ich eine Umfrage gestartet, ob angesichts der steigenden Benzinpreise die Haltung eines eigenen PKWs überhaupt noch wirtschaftlich vertretbar ist.

Über die Resonanz war ich erstaunt. Dutzende Zuschriften erreichten mich, viele davon argumentierten sehr rational, fast kühl, andere dagegen berührten mich tief durch ihre ergreifend persönlichen Schilderungen..

Eine davon möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten:

Herr Bladimir C alias  Bruno Y. alias Mr.Plopp alias Nr.287/Blcok D (Name aus Datenschutzgründen durchgestrichen) aus Berlin-Kreuzberg schrieb:

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Audo abschaffn?

Nee nee ohne mich!!!

Ick bin Berufskilla un nach Projektente muß ich fix in die Puschen kommen. Wenn dann wie kürzlig die Lockvögel streigen dann hab ick en jans groses Broblem. Un noch was: Im Winder da isser Boden zujefroren und da musch ich dat Opfer an n bessrn Ort schaffe. Wegen ner Narbe hinne am Rüggn hat mir aba mein früherer Gefengnisarzt gesacht, Jung! schwere Sachen nur maksimal 10 Meta!

Jut, ich könnte ja de Tacksi-fara oder dat Zuchbersonal bitten, mir n Koffa zu trachen. Aber die stelln immer doove Fragen ob ich Fertreta für Kätschupp wäre unt ob da ne Flasche im Koffa zerbrochen sei un ob se ne Kratisbrobe raus nemen dürfen.

Lauda so ein Scheizz.

Un – plopp!-plopp! – schon is ma den halben Feierabent damit beschefftigt, dumme Fraken zu beantwordn. Sowat nerft mich! Ick bekomme richtik schlimme Laune und wenn mich der Tüüp vom Hotel-Serfies dann noch schräg anquadschd oba für mich dehn Anzug mit den Kätschubb-Flekken in die Rainigung bringen soll tja dann überkommts mich.. dann raste ick eben aus!

Un – plopp!!-plopp!!-plopp!!-plopp!!-plopp!!-plopp!!-klick-klick..klick. – schon mus ick wida einen schwern Koffa durch die Jegend schleppern…

Ganz ährlich da gibts Momente da hazze ick menen Tschopp.

Un dat zuchbersonal un de tacksi-fara wern ach imma fetta…
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Sehr geehrter B**di*ir C alias  *ru*o B. alias M*.Pl*pp alias Nr.*8*/Bl*ck D (Name aus Datenschutzgründen durchgeploppt)
leider ist Ihre E-Mail-Adresse nicht mehr gültig, so daß ich Ihnen mein persönliches Mitgefühl nicht in einer privaten Nachricht übermitteln kann. Aber vielleicht schauen Sie ja mal zufällig hier vorbei.

Zu ihren Rückenproblemen hätte ich einen Vorschlag zu machen:

Ich finde, Sie sollten es mal mit einem Kissen probieren. Gerade für Ihrem Beruf scheint mir das eine sinnvolle Investition zu sein:

Tagsüber benutzen Sie es als Hilfswerkzeug für Ihre Arbeit. Kissen aus viskoelastischem Schaumstoff haben bekanntermaßen exzellente schalldämpfende Eigenschaften, verursachen nie Ladehemmung und sind aufgrund der vielen (individuell erweiterbaren) Öffnungen auch noch atmungsaktiv – ein Vorzug, den Ihre Kunden vermutlich aber nur selten zu würdigen wissen.

Nachts benutzen Sie es dann als Nackenunterlage und genießen aufgrund der hervorragenden ergonomischen Beschaffenheit einen tiefen und erholsamen Schlaf.

Zum Vergleich:

Kissen im Einsatz
Kissen zur Entspannung

Was häufig übersehen wird:
Konventionelle Schalldämpfer aus Metall können bei direkten Hautkontakt schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Mit dem Kissen leisten Sie also auch einen aktiven Beitrag zur Förderung der Volksgesundheit!

Also – vielleicht haben Sie ja Lust, uns Ihre Erfahrungen mit diesem Produkt mitzuteilen?

Mit freundlichen Grüßen
webjoker

Kategorien: Berufliches · Satire · Umwelt & Energie
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Küchenbeleuchtung und Quantenphysik

Oktober 20, 2007 · 1 Kommentar

Die Tage werden kürzer – die Nächte werden länger, und wie in jedem Jahr steigt der Energieverbrauch in Deutschland steil nach oben.

Warum ist da so?
Zwar ist ist den meisten Bundesbürgern mit wenigstens mittlerem Bildungsabschluß bekannt, daß herkömmliche Glühlampen unnötigen Strom verbrauchen, aber viele scheuen aus Kostengründen die Umstellung auf stromsparende Energiesparlampen. Um dennoch Strom zu sparen, werden deshalb bei Anbruch der Dunkelheit bevorzugt Glühbirnen mit niedriger Leistung eingeschaltet.

Zum Beispiel die kleinen Birnen, die sich im Kühlschrank befinden.

Dummerweise sind die Türen der meisten Kühlschränke aus lichtundurchlässigen Materialien gefertigt, so daß zur optimalen Raumausleuchtung die Kühlschranktür weit geöffnet bleiben muß. Wenn die Bewohner dann abends gemütlich in ihrem Krimi schmökern, setzen sie sich instinktiv ganz nahe an die vermeintlich energiesparsame Lichtquelle: den geöffneten Kühlschrank.

Darin ist auch ein Grund zu sehen, warum in den lichtarmen Wintermonaten die Erkältungsquote sprunghaft ansteigt. Viele ignorieren einfach den kalten Schauder, der ihnen den Rücken herunterläuft oder interpretieren diese Empfindung als natürliche Begleiterscheinung beim Lesen eines spannenden Horrorromans.

Welch tragische Fehlinterpretation! Viel schlimmer daran ist, daß weder Produzenten von Erkältungsmitteln, noch die Ärztekammern die Öffentlichkeit über die drohenden Gefahren dieser Lesegewohnheiten aufklären. Aber dies ist ein Thema für sich, welches in einem gesonderten Beitrag ausdiskutiert werden soll.

Konzentrieren wir uns auf das Kernthema, die Energieaspekte. Neben einem oder mehreren Kühlschränken finden sich noch weitere wahre Energiefresser in den neuzeitlichen Küchenbibliotheken: der Herd, ein Relikt aus prähistorischen Zeiten, in denen die weibliche Hälfte der Menschheit zum tristen Sklavendasein als Herdplatten-Operator degradiert wurde.

Neben den Kochplatten auf der Oberseite des Herdes, die zur Raumausleuchtung aufgrund ihres unnatürlich rötlichen Lichtspektrums für private Anwender völlig ungeeignet sind und nur noch in speziellen Gewerbebetrieben eingesetzt werden, befindet sich im Backofen meistens eine kleine Glühlampe, die sich immer dann anschaltet wenn der Backofen in Betrieb genommen wird.

Was in den Bedienungsanleitungen der meisten Herden nicht steht: Die Lichtausbeute dieser Glühlampe ist nicht von der eingestellten Backtemperatur abhängig, da sie an einer gesonderten Stromversorgung hängt. Sie können also neben dem erleuchteten Backofenfenster lesen, ohne gleichzeitig einen Kuchen backen zu müssen!

Der erste, der sich dieser Thematik angenommen hat, war der deutsche Physiker Max Planck. Als eifriger Student der Physik las er sehr gerne in wissenschaftlichen Abhandlungen und so war der Herd inclusive der integrierten Backofenleseleuchte in der Küche die meiste Zeit in Betrieb. Genau genommen: viel zu lange in Betrieb, den die meisten Kuchen, die Planck während seiner Lektüre nebenbei backen wollte, verwandelten sich zu seiner Verblüffung in ungenießbare dunkle Objekte..

Eines Tages – aufgerüttelt durch die spöttischen Bemerkungen der übrigen Familienmitglieder – entschloß sich Planck dem Phänomen auf den Grund zu gehen. Er erhitze den Hohlraum (den Herd) und untersuchte anschließend die Emissionsspektren des dampfenden schwarzen Körpers. Die Resultate dieser Untersuchungen legte er – gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest 1900 – zusammen mit einer Dose Kohlenstoffkekse der physikalischen Gesellschaft vor. Nach einhelliger Meinung war dies die Geburtsstunde der Quantenphysik, deren Früchte wir heute mehr als 100 Jahre später ernten können.

  • Unterhaltungselektronik: CD-Player, MP3-Player, Transitor-Radios,
  • Informatik: Micro-Prozessoren, Notebooks,
  • elitäre Gesellschaftsformen: Kernig spinnerte Tomaten-Grafen
  • usw.

Das Grundprinzip dieser revolutionären Quantentheorie besagt, daß Energie nicht kontinuierlich, sondern nur in kleinen Energie-Paketen (den sogenannten Quanten) absorbiert werden kann.

Vielleicht werden Sie sich jetzt fragen, was das denn alles mit unserem Thema zu tun hat.

Nun, haben Sie schon einmal ernsthaft darüber nachgedacht, warum sie in den Kaufhäusern jede Menge Halogen-Deckenfluter mit Dimmer kaufen können, aber keinen einzigen Elektro-Grill mit Dimmer?

Gehen Sie zu einem Elektrowarenhändler Ihres Vertrauens und lassen Sie es sich von einem flachkundigen Verkäufer demonstrieren. Passen Sie genau auf, wenn bei der Vorführung des Grills die eingestellte Temperatur erreicht wird: Die Heizwendel schaltet sich zu 100% ab und bei Unterschreiten der Temperatur wieder zu 100% ein, aber Sie werden niemals erleben, daß die Heizwendel mal 2 Minuten nur ein bißchen glüht, dann 5 Minuten etwas stärker und dann wieder 1 Minute mittelheiß. Die Quantenphysik verbietet derartige Zwischenstufen.

Dies ist der wahre Grund warum Elektrogrillgeräte und Backofenheizspindeln nicht über einen Dimmer geregelt werden können.

Kategorien: Satire · Umwelt & Energie
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